Sant'Eufemia

Benediktinerabtei von S. Maria von S. Eufemia

Der Gebäudekomplex der Benediktinerabtei von S. Maria von S. Eufemia wurde durch Roberto dem Guiscardo in der zweiten Hälfte des zwölften Jahrhunderts, in der Zone des ehemaligen byzantinischen Klosters, gegründet. Das Denkmal war den Wissenschaftlern bereits bekannt und war in den 90er-Jahren Anlass zweier Ausgrabungen. Dank diesen Ausgrabungen war es möglich, den Lageplan der Kirche (die zu den damals durch die Normannen in Süditalien diffusen architektonischen Schemata gehörte) zusammen mit einer ersten Geländestruktur, den Ruinen des Klosters und dem großen Mauerring zu rekonstruieren. Durch die Ausgrabungsarbeiten, die durch die Oberintendantur der Kulturschätze Kalabriens geführt wurden, hat man in der Zone um Lamezia drei große archäologische Zentren entdeckt: das normannisch-schwäbische Schloss von Nicastro, die Benediktinerabtei von S. Maria von S. Eufemia, die Zone von „Iardini di Renda“, in welcher seit einiger Jahre die ersten Überreste der griechischen Stadt Terina, eine Kolonie von Crotone, entdeckt wurden. Die aktuellen Ausgrabungen konzentrierten sich in der Kirche und insbesondere in der Zone des großen Chorraums und der Hauptapsis. Hier wurden in einer Tiefe von drei bis vier Metern unter der aktuellen Ebene (die im Laufe der Jahrhunderte, aufgrund der Überschwemmungen des Flusses Bagni, erhöht wurde), die zusammen mit den Außenwänden und den großen Säulen, das Gewölbe stützten, ein Marmorboden entdeckt, der mit geometrischen Formen aus bunten Spandrillen dekoriert war und auf die normannische Zeit zurückgeht. Über einem rechteckigen Marmorpodest, der leicht erhöht ist, befinden sich, neben der zentralen Apsis, Reste des nun entblößten Altars, der wahrscheinlich mit Marmor überzogen war. Der letzte Teil der halbkreisförmigen Hauptapsis, befindet sich zur Zeit unter der nahen Straße, welche die Resten der Kirche streift. Auf dem verputzten Mauerwerk tauchten Graffitispuren und Resten von Fresken auf, die leider in einem schlechten Zustand sind. In den Mauern, die keinen Verputz haben, findet man hingegen zahlreiche Materialen, die widergebraucht wurden (bearbeitete Steine und verschiedene Ziegel) und aus den Überresten der Stadt Terina, auf welcher die Abtei gebaut wurde, stammen. Zu den Funden zählen vor allem Architekturfragmente aus Steinfabrikaten und Marmor, die das Innere der Kirche schmückten, wenige Keramikfragmente und seltene Metallobjekte (Eisen, Bronze), die in einem schlechten Zustand und bruchstückhaft sind und auf die späteren Phasen des Gebäudekomplex zuzuschreiben sind. Durch die Säuberung der Umgebung, wurde die Sicht der hinterbliebenen Strukturen ermöglicht und so sind interessante Fakten ans Licht gekommen, die die Ausarbeitung einer neuen Planimetrie ermöglichen und die damit einhergehende Erforschung des gesamten Abteikomplexes. Neben den Ausgrabungen wurden nämlich bereits eine Reihe von Aktionen begonnen, die „nicht destruktiv“ sind, wie zum Beispiel die Erhebung der Aufrisse (mit der entsprechenden archäologischen Interpretation der Aufrisse) durch moderne Techniken der digitalen Phasenbilder, der topographischen Erhebung mittels GPS oder der Erarbeitung neuer geodifferenzierten Kartographie. All dies vereint mit der geoelektrischen Prospektion, die durch Experten der archäologischen Geophysik geführt werden und die Erfassung eingegrabener Gefüge zum Ziel haben.



 


 
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