Cetraro (CS)

Zugangstor im Herzen des Tyrrhenischen Meeres

Die Siedlung Cetraro liegt auf einem felsigen Ausläufer, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Küste genießen kann, und ist ein Zentrum der Landwirtschaft und des Handels. Cetraro war wahrscheinlich die erste bruttische Seestadt und ist mit ihrer Marina samt Jachthafen und die gesamte Küste säumenden Unterkunftsmöglichkeiten einer der faszinierendsten Orte an der Riviera dei Cedri.
 
Und tatsächlich leitet sich ihr Name von der Zeder (Citrarium) ab, der an den in der Gegend weit verbreiteten Anbau von Zitrusfrüchten erinnert. Das alte auf einem Hügel gelegene Dorf wurde 1534 von Korsaren zerstört und 1638 und 1905 durch zahlreiche Erdbeben schwer beschädigt.
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Cetraro war wahrscheinlich die erste bruttische Seestadt und ist mit ihrer Marina samt Jachthafen und Unterkunftsmöglichkeiten einer der faszinierendsten Orte an der Riviera dei Cedri.
 

Das historische Zentrum schlängelt sich durch enge Gassen, Bögen und über bezaubernde Plätze, und der Zugang zur Stadt erfolgt über drei antike Tore: die Porta di Mare, Porta di Basso und Porta di Sopra, allesamt monumentale Zeugnisse eines alten befestigten Dorfes.

 
Cetraro
 
Altstadt

Bei der Ankunft in Cetraro wird als erster Halt der Complesso del Ritiro empfohlen, in dem sich die Kirche Santa Maria delle Grazie befindet. Auf dem Platz außerhalb der Kirche kann man sich einen Überblick über den so genannten Convento del Ritiro verschaffen. Wenn man die Piazzale del ritiro verlässt und ein kurzes Stück nach links schlendert, stößt man auf die Sentinella: eine abgeschiedene beredte Esplanade, die typisch ist für das Cetraro von einst.
Weiter in Richtung Zentrum gelangen wir in die Via Luigi De Seta, die heute noch als „a via i rota“ bekannt ist, vielleicht aufgrund der erhaltenen Bestattungsräder, die dort einst Verwendung fanden. Das schlagende Herz der Siedlung ist die Piazza del Popolo, in deren Mitte der Neptunbrunnen steht, im Dialekt u giganti genannt, die monumentale Krönung des ersten Aquädukts von Cetraro. Um ihn herum befinden sich zahlreiche Gebäude und Paläste, darunter der Palazzo del Trono, in dem das Museum der „Bruttier und des Meeres“ untergebracht ist.

 
Cetraro
 

Die Via Roma war die Hauptstraße im Cetraro des neunzehnten Jahrhunderts und am Ende der Straße, der ein quadratischer Glockenturm vorausgeht, befindet sich die Chiesa Matrice di S.Benedetto Abate.
Über die Via Regina Elena gelangen wir in den ältesten Stadtteil von Cetraro, den der Marinarìa. Ehemals die Heimat der Seeleute, Fischer und Arbeiter des darunterliegenden Arsenals, die für den Bau von Booten, Rudern und anderen nautischen Gerätschaften der Regia Marina Napoletana verantwortlich waren. An der Hauptstraße erhebt sich ein architektonischer Komplex, der die Ruinen der Chiesa dell'Annunziata, den Calvario und die Überreste der Porta di Mare umfasst.
Der Largo San Giuseppe ist ein sehr abwechslungsreicher und malerischer Platz, in dessen Hintergrund sich der Palazzo Del Trono, der Palazzo Ranieri, der Palazzo de Caro-Militerni und schließlich der Palazzo De Caro erhebt, dessen Fassade die charakteristischen Loggien aufweisen. Der Palazzo De Caro bewahrt im hinteren Teil den einstigen Garten, der nach wie vor intakt ist. Zum Abschluss der Besichtigung des historischen Zentrums durchquert man ein typisches Strittu, überquert den Bogen der Porta di Basso und betritt den Vico Gineca, wo zahlreiche Plätze und gewundene Pfaden neben angrenzende Vorhöfe liegen, um erneut die Via Roma im Stadtzentrum zu erreichen.
Von den anderen Gotteshäusern lässt sich das Heiligtum der Madonna della Serra im Rahmen eines kundigen Ausflugs besichtigen.

 
Cetraro
 
Museum der Bruttier und des Meeres

Das Museum der Brettier und des Meeres ist ein interessantes Museum, das sich im prachtvollen Palazzo Del Trono im historischen Zentrum von Cetraro befindet. Das Museum gliedert sich in zwei Hauptabteilungen, eine archäologische und eine kartographische, sowie eine sehr interessante Bibliothek, die reich an wertvollen historischen Bänden ist.
Die Archäologische Abteilung ist in zwei Ausstellungsbereichen eingerichtet: dem des Museo dei Brettii und dem des Museo del Mare. Die erste beherbergt zahlreiche Funde aus der Bruttierzeit, die in Cetraro, Acquappesa, Belvedere Marittimo und den angrenzenden Gebieten gefunden wurden. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Grabbeigaben, Keramiken verschiedenster Art, kleine Bronzestatuetten, griechische Prägemünzen, einen interessanten Bronzegürtel und Gegenstände des täglichen Gebrauchs.
Die zweite stellt zahlreiche römische und einige mittelalterliche Amphoren aus, die im Meeresboden der tyrrhenischen Küste von Cosenza gefunden wurden, und zeugt von der historischen Nutzung der lokalen Gewässer als Handelswege durch antike Lastkähne und berichtet über den Seeverkehr der damaligen Zeit. Einige maßstabsgetreue Modelle antiker Schiffe vervollständigen die Ausstellung.
Die Historische Abteilung umfasst das Kartographische Museum, das ein wahres Juwel der kalabrischen Kartographie und Süditaliens im Allgemeinen ist, mit der Ausstellung einer großen Sammlung von Karten, die eine umfassende historische Zeitspanne von 1400 bis zur Zeit nach der Vereinigung abdeckt. Unter den vielen vorhandenen Karten sticht die Ausstellung der berühmten seismischen Karte hervor, die von Pater Eliseo von der Concezione nach dem Erdbeben von 1783 angefertigt wurde, das vor allem das Gebiet von Calabria Ultra betraf. Eine Art prähistorische Mercalli-Skala mit der Aufzeichnung der Auswirkungen des Erdbebens auf die Bevölkerungszentren, unterteilt in drei Grade der zerstörerischen Folgen, die von Grad 1 eines durch ein Erdbeben verheerten Zentrums bis zu Grad 3 eines stark getroffenen oder dem Erdboden gleichgemachten Zentrums reichen.

 
Cetraro
 
Cetraro Marina

Von besonderem Interesse ist das gesamte nördliche Vorgebirge von Cetraro, das einst als Capo del lo Citraro bekannt war und von dem aus der Torre di Rienzo, eine antike Verteidigungsanlage, dominiert. Im Hafengebiet beginnt der Pfad an der Steilküste von Cetraro, zu deren herausragenden Punkten der Löwenkopf der Testa del Leone und die Grotta dei Rizzi gehören. Das Vorgebirge von 'Ncramata geht über in das riesige felsige Amphitheater von Acqua Perropata, ein Name, der von einem Wasserfall abgeleitet ist, der einst über die hohe Klippe darüber hinabstürzte.
An der Küste liegt der Strand von Lampezia, der mit Badeanstalten ausgestattet ist und in den die moderne Promenade mündet. Unter dem Vorgebirge der Testa befindet sich eine Höhle, die die Überreste des Höhlenkomplexes Grotta dei Santangiolesi bildet. Von einem Promontorium ausgehend verläuft der Pier Molo foraneo des Hafens von Cetraro. Es ist ein Fischerei- und Touristenhafen und der einzige Meereshafen zwischen Maratea und Vibo Valentia und ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Äolischen Inseln.
Eine baumgesäumte Allee führt zur Via Libertà, von der aus man einen Blick auf die Rupe di Cetraro werfen kann. Weiter in Richtung Zentrum erreichen wir die Piazzetta, die Piazza San Marco genannt wird, und einen beliebten Treffpunkt der Bevölkerung des Borgo San Marco bildet, der nach dem Erdbeben von 1905 von einem venetisch-trentinischen Komitee unter der Leitung des Bürgermeisters von Venedig erbaut wurde. Alle Gebäude wurden nach erdbebensicheren Kriterien errichtet und im leicht venezianisch inspirierten Stil gebaut.
Um seine touristische Berufung zu unterstreichen, verfügt der Hafen von Cetraro seit 2009 über ein Hafenbecken mit Schwimmdocks, die mit allen notwendigen Annehmlichkeiten aufwarten.

 
Cetraro
 
Torneo dei Rioni

Das Turnier der Stadtbezirke wurde 1986 zu Ehren des Heiligen Benedikt, des Schutzpatrons von Cetraro, ins Leben gerufen. Das Zeremoniell sieht vor, dass die acht historischen Bezirke der Stadt am letzten Sonntag im Juli in einem spektakulären Wettstreit gegeneinander antreten, an dem das sportliche und wettstreitende Können der Teilnehmer gewürdigt wird.
Auf der natürlichen, amphitheaterähnlichen Bühne der Piazza del Popolo vertreten acht Jugendteams ihre jeweiligen Bezirke. Jedes Stadtviertel verfügt über ein eigenes historisches Symbol.
Am Samstag vor dem letzten Tag findet der wohl berührendste Moment der gesamten Veranstaltung statt: die spektakuläre und choreografische Parade mit Hunderten von Teilnehmern in historischen oder „Themenkostümen“, die von Tausenden von Besuchern entlang des Weges beklatscht werden. Jeder Stadtteil ist voll bei der Sache und gibt sein Herzblut, damit der begehrte „Pokal“ durch die feierlich hergerichteten Gassen des eigenen Viertels paradieren kann.

 


 


Adresse Via Luigi De Seta, 54
  87022 Cetraro (CS)
Telefonnummer +39 0982 978211
Fax +39 0982 971392
Webseite http://www.comune.cetraro.cs.it/
 

 

Der Strand von Cetraro ist ungefähr 100 Meter breit und erstreckt sich über mehrere Kilometer zwischen zwei Landzungen. An der Basis des Kaps im Norden befindet sich eine Klippe während man im Süden zwischen kleinen Sandstränden und hohen Riffs, ein suggestives Grottensystem, die Grotte der Säulen und Grotte von Rizzo, findet. Diese Grotten sind via Meer oder über schmale Wege, die sich durch die Klippen schlängeln, erreichbar. Verschiedene Höhlen weisen einzigartige Stalaktitformationen auf. In Cetraro sind die Unterwasserjagd und der Wasserski die meist ausgeübten Sportarten.

Cetraro ist dank seinem graziösen Hafen, ein optimaler Ausganspunkt um die Äolischen Inseln zu erreichen. Der Hafen Cetraros besteht aus einer ungefähr 450 Meter langen Mole und zwei Armen, die sich nach Südosten erstrecken. Ungefähr 160 Meter von der Stirnseite entfernt, befindet sich die Mole Martello die 160 Meter lang und nach Nordosten ausgerichtet ist und die Einfahrt mit einer weiteren, vom Wellengang geschützten Mole, die 240 Meter lang ist, begrenzt. Der innere Wasserspiegel wird vom Hauptlandungssteg in zwei geteilt: man kann am Ufer am Kai anlegen. Beim Eingang findet man ein Hafenbecken, das durch den Hauptlandungssteg und zwei sekundären Stegen eingegrenzt wird. Seit dem Juli des 2009 wurde das touristische Hafenbecken mit schwimmenden Stegen ausgestattet, die mit Wasser und Elektrizität versorgt sind. Das Hafenbecken fasst bis zu 500 Bootparkplätze, Toiletten und Duschen sind ebenso vorhanden.

Das Museum der Brettii und des Meeres ist sehr interessant, denn es weist gleichzeitig eine topografische sowie chronologische Ordnung der Materialien auf. Die Funde wurden von den ältesten bis zu den jüngsten Zeugnisse der menschlichen Anwesenheit in der Antike, also vom vierten bis dritten Jahrhundert vor Christus, geordnet. Genauso bemerkenswert sind die dem Meer gewidmeten Einheiten, die einzelne, entlang der Küste Cetrarors entdeckte Amphoren beherbergen und die Abteilung zum kartografischen Grund, die durch den Professor Raffaello Losardo der Stadt geschenkt wurde.



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