Briatico (VV)

Das Schauspiel der Küste der Götter

Briatico ist ein charmanter Badeort, der für seine Strandpromenade mit Blick auf den Golf von Lamezia Terme und die Äolische Inselgruppe berühmt ist. Die unzähligen Strände, Klippen und Buchten, zähle zu den schönsten Kalabriens, wie etwa die Strände von Trainiti und der Baia Safò, die Cocca-Klippe und die Strände von San Giuseppe und Sant'Irene.
 
Letztere erstrecken sich über einen felsigen Küstenabschnitt, der von weichen weißen Sandstränden unterbrochen wird, wodurch die Landschaft eine eindrucksvolle Faszination ausübt.
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Briatico teilt mit Tropea einen spektakulären Küstenabschnitt, der als Küste der Götter bezeichnet wird.
 

Die Besonderheit dieses Strandes ist, dass er nur über eine steile Straße erreichbar ist. Das Dorf liegt nicht weit vom weitaus bekannteren Touristenziel Tropea entfernt und teilt mit ihm diesen spektakulären Küstenabschnitt, der so genannten Costa degli Dei (Küste der Götter), an dem sich eine Vielzahl von sandigen Buchten aneinander reihen, die von Felsen eingerahmt und vom türkisblauen Wasser des Tyrrhenischen Meeres umspült werden.

Diese wundervolle Landschaft wird durch die sich am Horizont abzeichnenden Äolischen Inseln, insbesondere Stromboli, und durch die im Norden wahrnehmbaren Berge der kalabrischen Küstenkette noch faszinierender.
Die bezaubernden langen Strände beginnen beim kleinen Hafen von Briatico, wo eine Turmruine (Rocchetta genannt) steht - einer der meistfotografierten Punkte an der Küste - und verlaufen bis nach Baia Safo in Richtung Vibo Valentia Marina.

 
Briatico
 
Unter den erwähnenswerten Sehenswürdigkeiten ist die Kirche der Matrice von San Nicola di Bari (Hl. Nikolaus von Bari) zu nennen. Sie wurde nach der Zerstörung des Alten Briatico durch ein Erdbeben gegründet. In ihr werden die Überreste der anderen durch das Erdbeben zerstörten Stadtkirchen aufbewahrt.
 
Das blumengeschmückte von Potenzoni

Juni ist der Monat des Blumenschmuckes, Veranstaltungen, die jedes Jahr Tausende von Touristen und Neugierige anziehen, um den Meisters des künstlerischen Designs vor Ort bei ihrer Arbeit zuzusehen. Ein Wochenende lang verwandeln sich die Straßen des historischen Zentrums von Potenzoni, einem Weiler von Briatico, in ein Museum unter freiem Himmel. Ein von den Bewohnern selbst geschaffenes Farbenspiel aus Kunstwerken, die ausschließlich aus Blumen, Sand, Holz und natürlichen Elementen hergestellt werden. Bei einem Wettbewerb wird das schönste künstlerische Werk prämiert.

Das blumengeschmückte Potenzonis ist der Tradition nach ein Glaubensritual. Anlässlich des Fronleichnamsfestes schmücken die Einwohner das Dorf festlich mit Blumenteppiche von hohem künstlerischen Wert. In der Vergangenheit wurden beim Vorbeikommen der Fronleichnamsprozession Blumenblätter von den Balkonen geworfen. Das Ziel der Blumenkünstler ist es, einen der wichtigsten Tage der katholischen Kirche auf eine andere Art zu feiern. Die Kunstwerke zeigen Szenen aus den Evangelien und der Bibel. Es handelt sich hauptsächlich um religiöse Themen, die mit der Verehrung des Heiligen Herzens Jesus und der Muttergottes verbunden sind.

Die Blumenkünstler von Potenzoni haben mittlerweile ihre Technik und ihre Ausdrucksstärke derart verfeinert, dass sie den großen italienischen und europäischen Meistern ebenbürtig sind. In der Tat werden sie oft gerufen, um ihre Werke bei den wichtigsten nationalen Veranstaltungen für künstlerische Dekorationen darzubieten. Während der Blumenschau wird die Altstadt in vier Viertel unterteilt, denen bedeutende Namen zugewiesen werden. Innerhalb der Stadtteile arbeiten die Bewohner in völliger Harmonie an künstlerischen Kompositionen, die es verdienen, mit denen der anderen Stadtteile mithalten zu können.

 
Briatico
 
Antike Überreste

 

Briatico hat eine lange Geschichte, die mit den in letzter Zeit steigenden Tourismus nichts zu tun hat. Leider ist vom alten Briatico, das im Zuge des verheerenden Erdbebens von 1783 vollständig zerstört wurde, nicht viel übriggeblieben, auch wenn einige Ruinen immer noch einige Küstenabschnitte schmücken.

Die Ruinen der mittelalterlichen Burg und der alten Siedlung von Briatico Vecchio, die zu dieser Zeit 12 Kirchen, 3 Klöster und eine enorme historische und kulturelle Bedeutung hatte, sind erhalten geblieben. Am Strand sind heute nur noch zwei der fünf Türme der Verteidigungsanlage gegen die Türken zu sehen: der Rocchetta, ein hoher fünfeckiger Küstenwachturm, der ursprünglich von den Griechen erbaut und sowohl von den Römern als auch im Mittelalter umgebaut wurde, und der Torre Sant'Irene, der von der königlichen spanischen Regierung zum Schutz gegen barbarische Überfälle erbaut wurde.

In der Gegend wurden Überreste aus prähistorischer Zeit wie Terrakotta sowie andere Gegenstände aus Feuerstein und Obsidian gefunden, eine Vase mit menschlichen Überresten und ein reichhaltiges Set mit einem Kristallanhänger aus Stein, Bernsteinperlen und einem Karneol mit Einschnitten. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Siedlung aus der Kupferzeit. Ferner konnten eine römische Nekropole und Überreste eines Gebäudekomplexes (vielleicht auch Therme), beide aus der Kaiserzeit, ausgegraben wurden. Entlang des Murria-Tals findet man Einsiedlerhöhlen aus dem Mittelalter, von denen einige als „Grotte delle Fate“ (Feengrotten) bezeichnet werden.

 

 
Briatico
 
Veranstaltungen und Manifestationen

Wie in vielen anderen kalabrischen Gemeinden findet am Ostersonntag die traditionelle Affruntata statt, die an das Treffen der Gottesmutter in Begleitung des Heiligen Johannes mit dem auferstandenen Jesus erinnert.
Ein jedes Jahr im Juli stattfindenden Ereignis ist das Fest der Madonna del Carmine. Das Fest des Hl. Nikolaus von Bari, das am 6. Dezember gefeiert wird, ist in Briatico sehr beliebt.

 
Gastronomie

In Briatico hält bis heute die alte gastronomische Tradition, die auf lokalen Nahrungsmitteln basiert, stand. Zu den Spezialitäten zählen Oliven und Olivenöl, Kaktusfeigen, lokaler Wein und Gerichte wie Fischsuppe, Schwertfisch und gegrillter Thunfisch. Besonders erwähnenswert ist die berühmte rote Zwiebel aus Tropea (g.g.A.). Diese Zwiebelsorte wird in der gesamten Umgebung einschließlich Briatico angebaut.

 
Briatico
 


 


Adresse Corso Margherita 129
  89817 Briatico (VV)
Telefonnummer 0963 391013
Fax 0963 391006
Webseite http://www.comune.briatico.vv.it/
 

 

Briatico war ursprünglich ein Fischerdorf, das aber in den letzten Jahren durch ein beachtliches Wachstum in der Tourismusbranche gekennzeichnet wurde. Briatico bietet seinen Besuchern neben dem klaren Meer und den wunderschönen Felsküsten, die sich mit den langen Sandstränden abwechseln, ausgestattete Feriendörfer und Restaurants, in welchen Fischspezialitäten sowie lokale Delikatesen angeboten werden. Wenig entfernt befindet sich das Zentrum der alten Geisterstadt.

Auf dem ganzen Territorium sind Spuren der Anwesenheit antiker Völker vorhanden. Die Römischen Nekropolen und die Überreste einer Thermalanlage aus der Kaiserzeit bezeugen dies. Von großem Interesse sind die mittelalterlichen Einsiedlergrotten, Grotte delle Fate genannt, die sich entlang der Talebene des Wildbaches Murria erstrecken, das Kloster der Dominikanischen Väter, das im 1498 gegründet wurde und die kleine, normannische Kirche der Santa Maria del Franco aus dem 11. Jahrhundert, die vom Erdbeben im 1783 zerstört wurden. Ebenso von Belang ist die Bibliothek “Centro Studi Scalabriniani” auf dem Marconiplatz, die von den Scalabrini Vätern geleitet und täglich außer an Feiertagen der Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Bibliothek verfügt über ungefähr 15000 Werken, welche die Problematik der Geschichte Süditaliens und der Auswanderung betreffen. Im Stadtviertel San Costantino di Briatico befindet sich am R. L. Satriani-Platz, die private Sammlung “Lombardi Satriani”. Es handelt sich um eine Bibliothek, die Publikationen zu den folkloristischen Aspekten der kalabrischen Bevölkerung sammelt. Auf Anfrage kann die Bibliothek besucht werden.

Neben der Altstadt von welcher aus man ein prächtiges Panorama bewundern kann, ist es in Briatico auch möglich, die Ruinen des antiken Schlosses, das ein wichtiger Bestandteil der ländlichen Ortschaft war und vom Erdbeben im 1783 zerstört wurde, zu besuchen. Im östlichen Teil kann man immer noch die Überreste des Turmes Rocchetta wahrnehmen, gegenüber welchen sich ein bezaubernder Sandstrand und ein glasklares Meer erstreckten. Auch im westlichen Teil in der Umgebung von Sant’Irene, bestehen Trümmer von Verteidigungstürmen, die einst Schutzwälle gegen die Einfälle der Piraten und der arabischen Angriffe darstellten.



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