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Paola (CS)

Das Leuchtfeuer des kalabrischen Christentums

Paola ist einer der bedeutendsten Urlaubsorte der Riviera der Zedern und sein Gebiet ist bekannt für seine zauberhafte Natur, das klare Meereswasser und das milde Klima, das es zu jeder Jahreszeit zu einem idealen Reiseziel macht. Das Gebiet umfasst auch einen Gebirgsteil, der direkt an die Küste angrenzt.
 
Der historische Ortskern ist nur wenige Kilometer von der Seepromenade mit ihrem langen und breiten Strand entfernt, der im Sommer sehr belebt ist und über Badeanstalten verfügt.
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Die Wallfahrtskirche San Francesco di Paola verzeichnet jedes Jahr eine steigende Anzahl von Pilgern, die die hoch über der Ortschaft am Berghang liegende Anlage besuchen.
 

Paola ist vor allem für die antike Wallfahrtskirche San Francesco bekannt, welche die Stadt zum wichtigsten Ziel des religiösen Tourismus Kalabriens machte.

 
Paola
 

Im historischen Ortskern ist der Mitte des 17. Jahrhunderts von örtlichen Handwerkern erbaute Brunnen der Sieben Kanäle sehenswert, dessen Fächerform ganz eindeutig auf den Pfauenschwanz, das Symbol der Stadt, verweist. Die Brunnenwände sind mit dekorativen Elementen geschmückt, die den Kopf einer menschlichen, tierischen oder phantastischen Figur symbolisieren, während die Schilde darüber das Wappen der Familie Spinelli di Fuscaldo darstellen, die hier ab dem 16. Jh. etwa drei Jahrhunderte lang herrschte. Der Brunnen befindet sich am Fuße einer langen Treppe gleich in der Nähe der Kirche del Rosario, deren barocker Innenraum durch eine imposante Pfeifenorgel besticht.
Auf der Piazza del Popolo kann man einen Sandsteinbrunnen aus dem 17. Jh., einen Bogen aus der Renaissancezeit, der den alten Uhrturm mit einer mechanischen Vorrichtung aus dem 17. Jh. abstützt, und die Kirche der Madonna di Montevergine mit ihrer barocken Fassade bewundern. Sehenswert sind darin die Ikone der Madonna mit Jesuskind, eine Schrankorgel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, eine byzantinische Tafel und ein Gemälde aus dem 16. Jh. mit den hl. Biagio und Lorenzo.  

Außerhalb des historischen Ortskerns gilt es den Burgturm, der sich auf einem Felsen über der Ortschaft erhebt, und die unterirdische Kirche von Sotterra zu besichtigen, eine der ältesten der Region, in der einige schöne Fresken mit biblischen Figuren zu sehen sind.
Die Abtei ist eine im 12. Jh. erbaute Klosteranlage, bekannt als das Kloster Santa Maria di Valle Josaphat, die den König von England Richard Löwenherz auf seiner Reise zum Dritten Kreuzzug zu Gast hatte. Absolut erwähnenswert ist der Blick von der Terrasse und das Archäologische Museum des Klosters mit seinen Zeugnissen aus der Römerzeit, die hier in dieser Gegend gefunden wurden.

Paola ist umgeben von wunderschönen Berglandschaften, deren Wälder im Herbst zum idealen Ziel für Pilzsammler werden, und ist auch in der Sommersaison äußerst beliebt, da es einen langen Kieselstrand, klares und sauberes Wasser und allerlei Badeanstalten entlang der ganzen Küste zu bieten hat. Auch die Seepromenade mit ihren Geschäften und Lokalen zieht das ganze Jahr über Besucher an.
 
Die Wallfahrtskirche San Francesco

Die Wallfahrtskirche befindet sich im oberen, hügeligen Teil des Städtchens, in der Schlucht des Wildbachs Isca inmitten eines vegetationsreichen Tals. Pilger aus ganz Süditalien kommen zu diesem Ort, an dem ein Teil der sterblichen Überreste des Heiligen verwahrt werden.
Der heilige Franziskus kam 1416 zur Welt, verbrachte einige Zeit im Franziskanerkloster und begann dann seinen religiösen Werdegang als Eremit in einer Höhle, in der er einige Jahre lebte und sich nur von Kräutern ernährte. Viele waren von dieser mystischen Gestalt derart fasziniert, dass sie zu Anhängern des von ihm gegründeten Ordens „Minimen“ wurden. Franziskus wurden verschiedene Wunder zugeschrieben, so dass er am 4. Mai 1519, nur zwölf Jahre nach seinem Tod, von Papst Leo X. heiliggesprochen wurde.

 
Paola
 

Vor der Wallfahrtskirche gibt es einen großen Platz, der den Besucher zur Hauptfassade des Gotteshauses geleitet. Am Haupteingang rechts führt ein Bogen zur Seite der Wallfahrtskirche, wo sich die große moderne Basilika und der sogenannte Bereich der Wundertaten befinden, der auch den Brunnen cucchiarella umfasst, an dem sich die Pilger erfrischen. Daneben sieht man eine ungezündete Bombe, die im August 1943 bei einem anglo-amerikanischen Bombenangriff in den Sturzbach gleich neben der Wallfahrtskirche fiel. Man gelangt zur Teufelsbrücke, auf der der Überlieferung zufolge der Heilige Satan begegnete und zurückwies, und zu einem Weg, an dessen Ende sich ein Ort befindet, der dem Heiligen in seiner Jugend als Zufluchtsort diente.
Betritt man die Wallfahrtskirche durch den Haupteingang, so gelangt man zu zwei halboffenen Räumen. Im ersten befinden sich mehrere Gedenktafeln aus dem 16. bis 20. Jh., die an verschiedene Anlässe und Ereignisse erinnern, die im Zusammenhang mit dem Wallfahrtsort stehen. Der zweite Raum ist die eigentliche Vorhalle der antiken Basilika: Rechts befindet sich das Zugangsportal der Basilika, links blickt man auf den Sturzbach und das angrenzende Kloster, und davor liegt der Eingang zum Kreuzgang und zur Einsiedelei des Heiligen sowie die Zelle des seligen Nicola.
Die antike Basilika ist im romanischen Stil und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Sie besteht aus einem großen, eher kargen Hauptraum und auf der rechten Seite aus einem einzigen Seitenschiff, an dem sich vier kleine Kapellen befinden und der zu einer prächtigen Barockkapelle mit den in Paola vorhandenen spärlichen Reliquien wie Kleidern und Knochenfragmenten des heiligen Franziskus führt.
Im nach außen hin mit Glasfenstern verschlossenen Kreuzgang der Wallfahrtskirche befindet sich der Rosengarten des Heiligen, heute ein dichter Garten. An den Innenwänden sieht man Fresken mit den wichtigsten Episoden aus dem Leben des Heiligen, viele davon von Legenden umwoben. Daran angrenzend liegt die Einsiedelei des heiligen Franziskus, eine Reihe enger unterirdischer Räume, die für den Heiligen und seine Mitbrüder den ersten Kern des Klosters bildeten. Zwischen dem Kreuzgang und der antiken Basilika erhebt sich der Glockenturm des Gotteshauses.

 
Paola
 

Die Wallfahrtskirche ist heute das Symbol des kalabrischen Christentums und zieht das ganze Jahr über Gläubige und Besucher an. Den Auftakt dazu bilden die Feierlichkeiten zu Ehren des hl. Franziskus, sein Geburtstag am 27. März und sein Todestag am 2. April, die Hochfeste finden vom 1. bis 4. Mai statt. Bei dieser Gelegenheit werden mehrere Prozessionen zu Wasser und zu Land sowie Konzerte und Vorstellungen angeboten.

 
Nicotera
 
Die Burg von Paola

Der Burgturm steht auf einer felsigen Struktur am Abhang hoch über der tyrrhenischen Küste, in einer der historisch interessantesten Gegenden Kalabriens. Dieses auf einer viereckigen Bastion stehende zylindrische Bauwerk war einst das Hauptelement eines Befestigungssystems, dessen Küstentürme der Außenkontrolle dienten, die durch die Garnison talaufwärts und zum Schutz der Ortschaft gewährleistet wurde. Und es diente dem Lehnsherr auch als offizielle Residenz.
Die Ursprünge der Anlage sind unbekannt. Einigen recht vagen und begrenzten Quellen lokaler Geschichtsschreibung zufolge wurde es zu Zeiten der Normannen und später der Hohenstaufen errichtet. Die im Zusammenhang mit der Kontrolle der Verbindungswege und der Verteidigung stehenden militärischen Gründe förderten seine Entwicklung und seinen Ausbau.

 
Nicotera
 
Gastronomie

Bei einem Besuch von Paola kommt man auch in den Genuss der traditionellen Gastronomie und ihren naturreinen Gerichten, die mit lokalen Produkten zubereitet werden. Ein Highlight sind die mit allerlei köstlichen Soßen zubereiteten hausgemachten Nudeln, wie z.B. Pasta ca' mmuddica, mit Krume und Sardellen, Nudeln mit frischem Thunfisch, wildem Fenchel oder mit Brokkoli.
Unter den zweiten Gängen sollte man unbedingt die lokalen Fischgerichte probieren, z.B. Sardellen mit Zwiebel, den scharfen Schwertfisch, Fischsuppe und Rochen in Tomatensauce.
Als Beilage gibt es frisches Gemüse der Saison und Genusserlebnisse wie Peperonata aus gedünsteten Paprikaschoten, Zwiebeln und Tomaten, oder Kartoffeln mit gebratenen schwarzen Oliven, gefüllte Auberginen und Blumenkohlpuffer.
Ein absolutes Muss ist eine Käseverkostung mit Ricotta, Pecorino und Scamorza, sowie Wurstwaren mit natürlich der Spezialität 'nduglia und der Schweinskopfsülze Soppressata.

 


 


Adresse Complesso Sant'Agostino
  Largo Mons. G.M. Perrimezzi n.6
  87027 Paola (CS
Telefonnummer +39 0982 5800303
Webseite http://www.comune.paola.cs.it
 

 

Aufgrund seiner Ausdehnung entlang der Küste, ist Paola auch ein beliebtes Ziel der Strandtouristen, sowie der Hauptbahnhof entlang der Tyrrhenischen Küste von Cosenza. Paola ist das wichtigste Zentrum der Riviera dei Cedri (der Zedern), eine Strecke der Küste gekennzeichnet durch weite Strände und klares Meer, auch als Alto Tirreno Calabrese bekannt. Die Gegend umfasst auch Teil des Berggebietes, das sich unmittelbar hinter dem Küstengebiet befindet.

Paola ist die Stadt in der San Francesco di Paola geboren ist, der Gründer der Minimi Brüder und Patron von Kalabrien. An San Francesco ist das Sanktuarium gewidmet, gebildet von Renaissance und Barock-Gebäuden, gebaut in einer isolierten Position der Isca Schlucht. Der grosse Komplex ist nicht weit entfernt von dem hohen Teil von Paola, in der Schlucht des Isca Bach. Leicht erreichbar von der Landstrasse 18, oder entlang der Hauptstraße der Stadt, Corso Garibaldi, und dann Richtung Aufstieg der Rocchetta, kommt man auf einen Strassenabschintt mit dreizehn Mosaik-Gedenksäulen welche die Wunder des Heiligen zeigen. Das Kloster von San Francesco di Paola bietet eine schöne und malerische Aussicht. Eines der beiden Flügel des Komplexes ist auf die tiefe Schlucht eines Flusses gebaut, der aus dem Berg fließt, während die andere der Linie des Berges folgt, un sich entlang des fernen Horizont erhebt. Interessant sind die architektonischen Details: das gotische Portal und das Klosterinnere zeigen die strengen und einfachen Charakter der kalabrischen Denkmäler. Ein großer Platz, von dem man die Küste und die Stadt unten bewundern kann, steht vor der Basilika, welche sich, beschmückt von ernsten und eleganten Formen, mit seiner Tuffsteinfassade in zwei Beschlüsse unterteilt: im unteren Teil, zwischen Pfeilern und Säulen, öffnet sich der Eingangsbogen im Atrium; im oberen Teil öffnet sich ein zentraler Balkon, mit einem Rundbogen und zwei rechteckigen Fenstern an den Seiten. Man erkennt Formen aus der Renaissance im unteren und Barock im oberen Teil. Der Innenraum verfügt über zwei Gänge mit unterschiedlichen Längen. Das Haupt-Kirchenschiff ist getrennt von dem kleineren durch vier Spitzbögen und von einem Rundbogen. Die Fenster sind mit Glasmalereien verziert mit Szenen aus dem Leben des Heiligen. Hinter dem Hochaltar befindet sich ein Freskogemälde der Madonna degli Angeli des XV Jahrhundert. In der linken Kapelle, in einem Schrank, befinden sich eine silberne Büste des Patrons und einige seiner Reliquien: der Mantel, die Mütze, Socken, Sandalen, ein Zahn. Auf dem Altar liegt ein Diptychon des sechsten Jahrhundert von Dirck Hendricksz mit den Figuren der heiligen San Francesco da Paola und San Francesco d'Assisi, zum Teil überarbeitet. Neben der Wallfahrtsstätte, müssen andere Beweise hervorgehoben werden, wie zum Beispiel die Kirche der Addolorata, errichtet auf dem Gelände des Hauses des Heiligen. Das Gebäude befindet sich in der Nähe der schönen Piazza del Popolo, kurz nach der Porta di San Francesco, durch die man die Altstadt betritt, in der, mit ihrer schönen Barockfassade die Kirche der Monte Vergine Madonna steht, welche ein interessantes Gemälde der Madonna mit ihrem Kind in byzantinischem Stil bewahrt. Auf der linken Seite der Piazza del Popolo, entlang dem Corso Garibaldi, trifft man auf die Kirche der Madonna del Rosario, die im inneren einen besonderen Altar des achtzehnten Jahrhunderts in polychrome Marmor zählt, und einige interessante Gemälde des siebzehnten Jahrhunderts, darunter eine Madonna della Purità, von Teodoro d'Errico il Fiammingo. Nach einem kurzen Anstieg führt es zur Chiesa Matrice oder der SS. Annunziata, auf dessen Veranda sich drei romanischen Bögen öffnen. Faszinierend ist die unterirdische Kirche des Carmine, genannt “di Sotterra”, aus dem zehnten Jahrhundert, die um 1876, bei der Konstruktion einer kleinen Kirche mit nur einem Kirschenschiff und ohne Kapellen, entdeckt wurde. Der Hauptgrund für das Interesse an der unterirdischen Kirche ist das große Apsis Freskogemälde der Jungfrau Maria und der zwölf Apostel, von reinem kalabrischen-byzantinischen Ausdruck, welches eine gewisse Verwandtschaft mit denen der Cattolica di Stilo hat und als eines der ältesten bildlichen Beispiele von Kalabrien gilt.

Es sind einen Besuch wert die Ruinen der Burg, der quadratische Turm am Bahnhof, die Kirchen von St. Franziskus und des Rosenkranzes, die Mutterkirche, die S. Franceschiello Kirche, die Kirche von St. Katharina und die interessante Kirche Sottotera, die einige der ältesten christlichen Darstellungen von Kalabrien beherbergt.



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