Praia a Mare (CS)

Der wilde Charme der Insel Dino

Praia a Mare ist ein bekannter Fremdenverkehrsort an der tyrrhenischen Küste von Kalabrien, in der Provinz Cosenza. Die Küste von Praia zeichnet sich durch Strände aus hochfeinem Sand aus, die sich entlang einer hohen und zerklüfteten Küstenlinie im Rahmen der Riviera der Zedern erstrecken, mit einem Meer von kristallklarer Tiefe, die von unzähligen Seesternen und Gorgonien bevölkert wird.
 
Praia a Mare, ein Anlaufhafen entlang der Haupthandelsrouten des westli-chen Mittelmeeres, war seit der Antike für seine strategische und wirtschaft-liche Bedeutung bekannt.
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Die Küstenlandschaft besticht mit der Insel Dino, einem imposanten Fels-vorsprung, der für seine eindrucksvollen Höhlen berühmt ist und auf dem die Palinuriprimel wächst.
 

Das bevölkerungsreiche Bauern- und Fischerdorf Praia wurde an den schmalen Stränden zwischen dem Flusslauf Noce und dem Felsausläufer jenseits der Schwemmebene des Flusses Lao erbaut und hat die Jahrhunderte hindurch die Bräuche und Traditionen der nahe gelegenen einheimischen Festung unverändert beibehalten.
Die Gemeinde Praia a Mare gehört zum Nationalpark Pollino, in dem sich Extremsportler in Rafting versuchen oder auch an Schlauchboot- und Kanufahrten auf dem nahe gelegenen Fluss Lao, einem der wichtigsten Sturzbäche Kalabriens, teilnehmen können.

 
Praia a Mare
 

Die Küstenlandschaft besticht mit der Insel Dino gegenüber Capo dell'Arena. Der imposante Felssporn, auf dem die Palinuriprimel (eine der ältesten geschützten Arten der italienischen Flora) wächst, ist berühmt für seine beeindruckenden Höhlen wie die Grotta Azzurra, Grotta del Leone, Grotta del Frontone, Grotta delle Sarde, Grotta del Monaco und Grotta delle Cascate.
In Praia a Mare kann man neben den bemerkenswerten Küsten- und Natursehenswürdigkeiten zahlreiche Denkmäler bewundern, die von hohem historischem und kulturellem Wert sind.
Die wichtigsten Monumente befinden sich im historischen Ortskern, wie z.B. die Kirchen Sacro Cuore und San Paolo Apostolo mit ihren edlen Linien und ihrem zeitgenössischen Stil, und die Kirche Gesù Cristo Salvatore.
Die wichtigste Kultstätte von Praia a Mare ist zweifellos die Wallfahrtskirche Madonna della Grotta, die so genannt wird, weil sie sich in einer Höhle in hügeliger Lage befindet. Der Legende nach musste 1326 ein türkisches Frachtschiff, das mit Waren beladen war, in der Nähe der Insel Dino plötzlich seine Fahrt unterbrechen. Der Aberglaube der Seeleute zwang den Kapitän christlichen Glaubens, sich der Marienstatue, die im Schiff verwahrt wurde, zu entledigen. Der Kapitän warf sie nicht über Bord, sondern brachte sie zum Strand und stellte sie auf einem großen Felsblock auf, der noch heute verehrt wird. Die Statue wurde von einem jungen stummen Schäfer aus Aieta gefunden, der dies dem Dorf verkünden wollte und auf einmal wieder sprechen konnte. So war dies das erste Wunder, das die Madonna della Grotta vollbrachte.
Seitdem ist sie die Schutzpatronin des Dorfes und wird auf einer Prozession drei Tage lang (14., 15. und 16. August) durch das Dorf getragen. Am 15. August strömen die Pilger zur Wallfahrtskirche, um die Gunst der Muttergottes zu erwerben.
Die Wallfahrtskirche Madonna della Grotta verwahrt interessante Kunstwerke, darunter eine Holzikone auf goldenem Hintergrund und die Glocke eines englischen Dampfers, der 1917 auf der Insel Dino torpediert wurde.
Beeindruckend ist auch der Turm Fiuzzi, der auf der Klippe von Fiuzzi errichtet wurde und über 15 Meter hoch ist. Es ist einer der höchsten Türme der Gegend und hatte die Aufgabe, die Küste vor sarazenischen Angriffen zu verteidigen.
Von großem Interesse ist auch die von den Herren von Aieta errichtete Festung aus dem 16. Jahrhundert, die bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts über Praia a Mare herrschten.
Sehenswert sind auch die Ruinen der normannischen Burg und das Gemeindemuseum für zeitgenössische Kunst.

 
Insel Dino

Die Insel Dino ist das Wahrzeichen von Praia a Mare und die größte der beiden einzigen Inseln Kalabriens. Der Ausläufer taucht majestätisch aus der Meerestiefe vor Capo Arena auf und hat die Form eines riesigen Wals. Äußerst vielfältig sind die für die mediterrane Macchia typische Flora und Fauna.
Der Name könnte vom griechischen Wort „Dine“ stammen, das Wirbel, Sturm bedeutet, oder auf einen von den Griechen erbauten kleinen Tempel (aedina) hindeuten, der für die einen Venus, der Göttin der Liebe, für die anderen Leucotea, Schutzgöttin der Seeleute, oder für noch andere den beiden Dioskuren Castor und Pollux geweiht war.
An der Westspitze der Insel steht ein Turm normannischen Ursprungs, der einst als Wachturm gegen die zahlreichen Invasionen an der Küste diente.
Die Insel weist viele Naturhöhlen mit Stalaktiten und Stalagmiten auf und auf ihrem bis zu 45 Meter tief reichenden Meeresgrund wächst ein Wald bunter Gorgonien. Besuchenswert ist die Höhle der Wasserfälle Grotta delle Cascate, deren Name davon herrührt, dass das hinabfallende Wasser ein ständiges Rauschen erzeugt. Hinzu kommen die berühmte Grotta Azzurra, die an die Blaue Grotte von Capri erinnert, und die Löwenhöhle Grotta del Leone, in der ein Wasserfels die Form eines kauernden Löwen aufweist.

 
Praia a Mare
 
Die Wallfahrtskirche Madonna della Grotta

Die Wallfahrtskirche liegt in drei Felshöhlen am Fuße des Monte Vingiolo und ist nur über eine mit Meereskieseln gepflasterte Treppe zu erreichen, von der aus man den gesamten Golf Policastro bewundern kann. Höchstwahrscheinlich waren es die Basilianermönche, die die Marienstatue hierher brachten. Da man nichts Näheres weiß, hat sich die Legende verbreitet, dass die Statue von einem durchreisenden türkischen Schiff wegen des Aberglaubens der Seeleute zurückgelassen wurde.
In der ersten Höhle befindet sich ein großer runder Felsen, auf dem der Legende nach die Statue 1326 aufgestellt wurde. In der größeren Höhle ist der Boden infolge der vom Gewölbe hinabfallenden Tropfen fast immer nass, auf der rechten Seite befindet sich eine weiße Kapelle, auf deren Altar eine Marmorstatue der Madonna della Neve steht. Die dritte Höhle wird durch eine natürliche Öffnung erhellt und weist eine rechteckige Kapelle mit einem Hochaltar für die Marienstatue auf. Außerhalb der Höhlen wurden der Glockenturm, der Kreuzgang und das Pfarrhaus errichtet.
Das Patronatsfest gedenkt und feiert die Ankunft der Madonna in den Höhlen des Monte Vingiolo vom 14. August 1326 mit einer eindrucksvollen Meeresprozession, auf der die Madonnenstatue auf ein großes Boot gesetzt wird, an der Spitze der anderen Boote die Insel Dino umrundet und entlang der Küste weiterfährt, bis es am Strand in Richtung Wallfahrtskirche stoppt. Die Prozession setzt sich dann in Viale della Libertà fort und endet in der Kirche Sacro Cuore.

 
Praia a Mare
 
Gemeindemuseum

Das Gemeindemuseum von Praia a Mare liegt nur wenige Schritte von der Strandpromenade entfernt und beschäftigt sich mit Archäologie, Meeresmuscheln, Fotografie, Zeitgenössische Kunst, Künstlern aus Kalabrien, Künstlerpostkarten, Sakraler Kunst und Keramik. Und es gibt eine Bibliothek und Videothek. 
Der Museumsrundgang bietet dem Besucher die Möglichkeit, den Wandel und Werdegang des Menschen/Künstlers in Kalabrien und an der tyrrhenischen Küste von Cosenza zu erkunden.
In der archäologischen Sektion kann man die Ausstellung „Der Weg des Menschen“ und ihre Stein- und Keramikfunde sehen, die überwiegend aus der Höhle Torre Nave und den Höhlen kommen, in denen sich die Wallfahrtskirche befindet. Die Ausstellung umfasst auch kleine Bronze- und Silberschmuckstücke, Keramikgegenstände und Töpferwaren von der Bronzezeit bis zur römischen Kaiserzeit.
In der Sektion Zeitgenössische Kunst gibt es allerlei künstlerische Experimentierwerke, auch im Bereich der sakralen Kunst, mit Gemälden, auf denen die Orte und Bilder dargestellt sind, die im Zusammenhang mit dem Heiligtum stehen. Besonders ist die Sektion Muscheln mit ihren 300 Exemplaren aus allen Meeren der Welt, die von einem leidenschaftlichen Muschelfan aus Rom gesammelt und dann dem Museum gestiftet wurden.
In der Abteilung Zeitgenössische Sakrale Kunst sind 14 Werke mit der Madonna mit Kind ausgestellt, die von 14 zeitgenössischen italienischen Künstlern geschenkt wurden.

 
Turm Fiuzzi

Der Turm steht auf einer etwa 15 Meter hohen Klippe von Fiuzzi, gegenüber der Insel Dino. Er bildete zusammen mit anderen Türmen ein Verteidigungssystem am Küstenstreifen des Königreichs Neapel und sollte vor den häufigen Überfällen der Sarazenen und Korsaren schützen. Es war mit dem Wachturm am westlichen Ende der Insel Dino verbunden und kommunizierte mit diesem, sobald eine Gefahr eintrat.

 
Praia a Mare
 
Burg Praia

Diese Burg ist als Rocca di Praia oder normannische Burg bekannt und befindet sich im Ortsteil Foresta auf einem dem Meer zugewandten Ausläufer.
Zur Zeit Karls von Anjou erbaut, um die Küste vor den Einfällen der Aragonesen und Sarazenen zu verteidigen, wurde es in seiner heutigen Form zu Beginn des 17. Jahrhunderts umgebaut. Es weist einen für mittelalterliche Burgen typischen rechteckigen Grundriss mit zwei zylindrischen Ecktürmen auf, die durch breite Mauern verbunden und mit Zinnen geschmückt sind.
Es befindet sich derzeit in Privatbesitz, hat sich über die Jahrhunderte hinweg perfekt erhalten und zeigt sich in seiner ursprünglichen Pracht.

 
Praia a Mare
 


 


Adresse Piazza Municipio 1
  87028 Praia a Mare (CS)
Telefonnummer +39 0985 72353 - +39 0985 73800
Fax +39 0985 72555
Webseite http://praiaamare.asmenet.it
 

 

Praia a Mare ist eines der wichtigsten und beliebtesten Badeorte des oberen Teils des Tyrrhenischen Kalabrien und das erste, in Zeitreihenfolge, dass sich eine touristische Einstellung gegeben hat. Strände von feinem dunklen Sand und feinem Kies, zerklüftete Küsten, ein Meeresboden bewohnt von Gorgonien, Seesternen und vielen Fischarten, sind nur einige der Eigenschaften die Praia a Mare zu eines der bekanntesten touristischen Destinationen Kalabriens gemacht haben.

Das Städtische Museum von Praia a Mare ist in zwei Abschnitte unterteilt: der erste umfasst zeitgenössische Kunstwerke von Achille Pace, Romano Notari, Ernesto Treccani, Peter Perrone und Umberto Raponi; der zweite Abschnitt bewahrt Artefakte aus dem Mittleren Paläolithikum bis zum Neolithikum, aus dem Praia Gebiet. Interessant ist ein Grabfund, in dem aus einem Frauengrab Schmuck aus Bronze und Silber und schwarz glasierte Keramik aus der Mitte des vierten Jahrhunderts V.Chr. gewonnen wurde. Zahlreich sind Keramike und Öllampen der hellenistischen Zeit von den im Ort Dorcara gefunden Bestattungen. Seit 1997 kann man die archäologische Dauerausstellung "Cammino dell'Uomo" bewundern. Es wurden dazu auch Keramikdruck Laboratore, eine Videothek und eine Bibliothek ausgestattet. Anlässlich des Jubiläums hat das Museum eine Reiseroute für religiöse Kunst organisiert, ein symbolischer Pfad der in das Innere der Höhle des Heiligtums führt, wo eine Kopie der hölzernen Statue der Madonna bewahrt ist. Das Museum hat sich während seiner ersten neun Lebensjahren um mehr als 200 Werke bereichert, gespendet von italienischen und ausländischen Künstlern. Heute ist es, sowie auch Ort der Dokumentation und Konservierung, eine offene Struktur, Forschungslabor und Bezugspunkt in Kalabrien und im Golf von Policastro. Die positive Zusammenarbeit mit der Archäologischen Oberaufsicht von Kalabrien und der erreichte Erfolg, bestätigt durch die hohe Besucherzahl, haben zu der Realisierung des Projekts "Museo Diffuso" beigetragen. In diesem Abschnitt des Museums sind einige prähistorische und historische Funde aufbewahrt die in der Grotte des Heiligtum der Madonna, in der Grotte Cardini und in den archäologischen Stätten von Dorcara und Torre Nave gefunden wurden. In der ersten Vitrine können Sie lithische Werkzeuge aus dem Mittleren Paläolithikum und Fragmente von Keramikvasen mit roten Bändern und Bits von Obsidian bewundern. In der zweiten sind eine Kugel aus gebackenem Teig mit Löchern und grobe Keramikgläser, typisch für die Apennin-Kultur des Mittleren Bronzealters, ausgestellt. Die dritte Vitrine enthält Schnallen, dekorative Elemente, kleiner Bronze und Silberschmuck. Hier sind auch einige Grabbeigaben aus der Mitte des vierten Jahrhunderts vor Christus, aus einer lukanischen Nekropole, aufbewahrt. Dazu sind, in der gleichen Vitrine, Keramik Artefakte aus der römischen Kaiserzeit enthalten. An den Wänden dieses Abschnitts können die Besucher einen virtuellen Tour folgen durch eine Reihe von Informationstafeln, die die Reise des Menschen von der Altsteinzeit bis zur römischen Epoche zeigen, mit besonderem Bezug auf die Realität von Kalabrien und der hohen Tyrrhenischen Kreis von Cosenza. Der Abschnitt der zeitgenössischen Kunst, in dem die Besucher eine Sammlung bedeutender Werke sehen können, welche an das Museum von berühmten italienischen und ausländischen Künstlern und unserer Region gespendet wurden, die ein Beispiel der Kunst in den verschiedenen Bereichen des künstlerischen Experimentierens anbietet. Im Abschnitt Kalabrische Künstler sind Persönlichkeiten der Region vorhanden, die sich auf die Forschung konzentriert haben, mit Einer sorgfältigen Produktion mit respekt auf das aktuelle Kunstgeschehen. In diesem Abschnitt finden wir Werke von einigen Protagonisten des Post Meridionalismus und Künstler, die persönlich die Ereignisse der Geschichte der letzten Jahre erlebt haben. Anlässlich des ersten Jahrestages der Krönung der Madonna der Grotte, hat das Städtische Museum von Praia a Mare die ständige Ausstellung zeitgenössischer sakraler Kunst etabliert. Die Ausstellung vereint die Werke von bedeutenden Künstlern aus ganz Italien: von der einzigartigen Verkündigung von Aurelio Caruso an die Geburt Christi, gesetzt in die Grotta del Vingiolo, von Italo Gafa; von den unterschiedlichen Interpretationen der Madonna mit Kind von Giuseppe Ascari, Patrizia Boschi, Raffaele Famà, Carmine Iannone und Nico Valerio, bis zur originalen Terrakotta Skizze der Heiligen Jungfrau der Rettung von Alfiero Nena, bekannter Bildhauer, dessen Werke im Vatikan aufbewahrt werden; von der statuarischen Madonna mit Kind, mit der Landschaft von Praia a Mare im Hintergrund, von Giuliano Presutti, zur Madonna della Grotta mit Blick auf das Meer von Emanuele Pandolfini; von den persönlichen Interpretationen der Madonna der Grotte von Emiliano Paolini und Rossella Petronelli, zur Gravur auf Goldplatte von der Kreuzigung von Aldo Riso, zum zarten Aquarell der Auferstehung von Giovanni Di Puglia. Die Sektion "in progress" beherbergt Farbfotos aus dem kommunalen Archiv und beziehen sich auf den Meeresboden um die Dinoinsel, die Höhle des Heiligtums und die anderen Grotten des Monte Vingiolo und eine Reihe von Vintage-Fotografien von Praia. Die Bibliothek ist mit mehr als 5.000 Titeln ausgestattet und umfasst alle Bereiche der Kultur, insbesondere in Bezug auf die Geschichte von Kalabrien, Süditalien und Kunst im Allgemeinen. Die Laboratore, die im Jahre 1996 gegründet wurden, beheimaten Kurse für Jugendliche mit einer wichtigen sozialen Funktion. Das Ziel der Kurse ist es die Jugendlichen zur Kunst zu bringen, ihre sozialen Beziehungen zu verbessern, um ein gemeinsames Interesse zu erhöhen und um eine technische Kapazität der verschiedenen Ausdrucksformen, manuell und kreativ, zu erreichen.



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