Luzzi (CS)

Der mystische Zauber von Sambucina

Im grünen Herzen des Crati-Tals liegt Luzzi, eine kleine Stadt in der Provinz Cosenza, die der Überlieferung nach auf den Ruinen der antiken „Thebae Lucane“ errichtet wurde, einem Städtchen der Magna Grecia, die im 4. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde.
 
Selbst der Ursprung des Namens ist, wie der des Dorfes, geheimnisvoll und umstritten: Einige sind der Meinung, dass er vom Namen der normanni-schen Familie Lucij abstammt, die es im Gefolge von Robert Guiskard als Lehensgut erhalten hatte;
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Die Geschichte von Sambucina ist von derart großer Bedeutung, dass sie an den Sitzen des Zisterzienserordens in Süditalien eine herausragende Rolle erreicht hat.
 

andere glauben, er stammt von „lucci“ (Hecht) ab, dem Fisch aus dem Fluss der Ortschaft, der noch heute auf dem bunten Wappen dieser Ort-schaft zu sehen ist.

 
Luzzi
 

Hier gibt es mehrere religiöse Gebäude, wie die alte Kirche Sant'Angelo, in der ein Gemälde mit der hl. Maria von der Gnade, ein Werk der Schule von Leonardo da Vinci, gefunden wurde. Von besonderem Interesse ist auch die Abtei Santa Maria della Sambucina, ein Zisterzienserkloster von großem historischen und künstlerischen Charme.
Die Kirche Immacolata, die Kirche San Giuseppe und die Kirche Sant'Ange-lo sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Luzzi liegt in einer eindrucksvollen Landschaft und erhebt sich auf einem Hügel entlang des Streifens der Presila, auf der rechten Seite des Crati-Tals.

 
Das Rathaus

Das im 18. Jh. erbaute Rathaus zeugt von einer wichtigen historischen Tradition und stellt das wichtigste architektonische Gebäude des historischen Ortskernes dar.
Das Gebäude, das bereits seit 1940 als Herrenhaus genutzt wurde, befand sich in einem fortgeschrittenen Zustand des Verfalls, sowohl was die Struktur als auch seine charakterisierenden Elemente betraf. Es wurde durch eine Reihe von Eingriffen im Laufe der Jahre saniert, und zwar mit der vollständigen Rückgewinnung unter statisch-strukturellen Gesichtspunkten und einem Umbau der verschiedenen Stockwerke und Räume, in denen nun das Rathaus seine verschiedenen Direktionen, politischen und administrativen Funktionen untergebracht hat.
Außen weist es einen quadratischen Grundriss in perfektem Renaissancestil mit strengen Fassaden auf, mit zwei Etagen sowie einem Unter- und dem Dachgeschoss. Das Zugangsportal wird von einer gegenüber dem Gebäude vorgeschobenen Steinstruktur eingerahmt.
Eine Treppe von besonderem architektonischen Wert beherrscht die Vorhalle des Gebäudes und ist direkt mit dem Garten und anderen Wohnstrukturen verbunden, die heute als Rathausbüros genutzt werden.

 
Luzzi
 
Abtei Sambucina

Das kunsthistorische Erbe von Luzzi ist von außerordentlicher Bedeutung und beginnt mit der Zisterzienserabtei Santa Maria della Sambucina, die zwischen 1140 und 1160 der Kirche Santa Maria Requisita und noch davor dem Benediktinerkloster Santa Maria di Mensuo folgte.
Die Geschichte von Sambucina ist sehr wichtig; sie erhielt Privilegien und stand unter dem Schutz von Päpsten und Kaisern und erlangte eine herausragende Rolle an den Sitzen des Zisterzienserordens in Süditalien.
Die berühmte Abtei wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts von den Zisterziensern erbaut und alsbald zu einem wichtigen religiösen, künstlerischen und kulturellen Zentrum, in dem Abt Gioacchino und führende Persönlichkeiten weilten.
Sambucina war Schauplatz verschiedener graphischer und kultureller Erfahrungen, sie war ein Zentrum für die Produktion von mit Miniaturen verzierten antiken Kodexen.
Die Kirche weist Elemente von beträchtlichem künstlerischem Interesse auf, wie den großen Eingangsbogen, das mit unzähligen Skulpturenmotiven verzierte Portal, die Apsiswand mit drei einbögigen Fenstern und im Inneren wertvolle Kunstwerke, darunter das Freskenbild der Madonna mit Jesuskind, mit toskanischen Einflüssen des 16. Jahrhunderts, Mariä Himmelfahrt mit Engeln und den zwölf Aposteln, aus derselben künstlerischen Schule und auf das frühe 17. Jh. rückführbar.

 
Luzzi
 
Die Kirchen

Der Rundgang durch die Kirchen von Luzzi führt den Besucher zur Kirche Santa Maria delle Grazie, die sich mit ihrem Taufbecken aus Tuffstein, den Gemälden wie der Taufe Christi, dem Portrait des Kardinals Giuseppe Firrao, den beiden äußerst interessanten Gemälden der Rosenkranzmadonna und der Heiligen und einer Reihe von Heiligenstatuen als Schatzkammer von Kunstwerken entpuppt.
Wichtig und von großem Zauber sind auch die Kirchen Immacolata Concezione, San Michele Arcangelo, Madonna della Sanità oder Cava und San Francesco di Paola.

 
Luzzi
 

Die Kirche Sant'Angelo stammt wahrscheinlich aus dem 14. Jh. und verwahrt in ihrem Innern das Gemälde der hl. Maria von der Gnade aus der Schule von Leonardo da Vinci. Zu sehen sind ein besonders schöner polychromer Holzaltar aus dem 17. Jh., der als Nationaldenkmal gilt, und das Taufbecken aus Tuffstein mit Skulpturenmotiven im romanischen Stil.
In der Kirche Immacolata Concezione aus dem 16. Jh. befinden sich zwei außergewöhnliche Gemälde, Mariä Himmelfahrt mit Engeln, ein klassisches Werk von Luca Giordano, und das Gemälde der Verkündigung nach Francesco Solimena. Die Kirche verwahrt die Statue der Schutzpatronin der Unbefleckten Empfängnis und ist die Hauptpfarrei von Luzzi (San Biagio V.E.M.).
Die Kirche San Giuseppe war einst die Kapelle der Familie Firrao, in die der Leichnam der hl. Aurelia Marcia gebracht wurde und nun ein Pilgerort aus unzähligen Ortschaften Kalabriens ist. Der Leichnam der heiligen Märtyrerin liegt unter einer Katakombenplatte aus frühchristlicher Kunst.
Die Kirche Natività di Maria SS. hat eine arabische Kuppel, weil sie wahrscheinlich ein muslimischer Tempel war, bevor sie eine Kirche wurde. Im Inneren ist das Gemälde „Rosenkranzmadonna“ aus dem 18. Jh. nach der neapolitanischer Schule zu sehen.

 
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Gastronomie

Im kleinen Ortsteil San Vito wird seit vielen Jahren ein junger Wein hergestellt, der 1997 von der Europäischen Union die DOC-Auszeichnung (g.U.) erhielt.
Die Reben dieses Gebietes werden vom feuchten und nicht sehr gemäßigten Klima beeinflusst, dessen Hauptmerkmal die häufigen Temperaturschwankungen sowohl in der Nacht als auch während der Jahreszeit sind. 
Den Wein San Vito di Luzzi DOC gibt es als Rot-, Rosé- und Weißwein und wird aus den Trauben lokaler Rebsorten nach einer durch die Produktionsvorschriften von 1994 festgelegten Mischung hergestellt. Auf diese Weise ist der Wein San Vito di Luzzi einer der heterogensten Weine Kalabriens, da er aus der Kombination zahlreicher Rebsorten gewonnen wird, von denen nicht alle autochthon sind, wie zum Beispiel Sangiovese, aus dem der berühmte Brunello di Montalcino hergestellt wird.

 


 


Adresse Via San Giuseppe
  87040 Luzzi (CS)
Telefonnummer +39 0984 549006
Fax +39 0984 549239
Webseite http://www.comunediluzzi.it/
 

 

Zahlreich sind die Stätte Luzzis, die einen Besuch wert sind. Die Kirche von Sant’Angelo, die wahrscheinlich im 1300 gebaut wurde und das Leinwandgemälde der Santa Maria delle Grazie, das Werk der Schule Leonardo Da Vincis ist, den bunten Holzalter aus dem 1600 und besonderer Schönheit, das Taufbecken aus Tuffstein mit bildhauerischen Motiven im romanischen Stil, das zu den nationalen Denkmälern gehört, beherbergt. In der Kirche der Immacolata, die im 17. Jahrhundert konstruiert wurde, bestehen zwei außerordentliche Malereiwerke, die Aussunta in Gloria mit kleinen Engeln, die ein klassisches Werk von Luca Giordano ist und das Leinwandgemälde der Mariä Verkündung, die im Stil von Francesco Solimena bemalen wurde. In der Kirche von San Giuseppe, die eine Kapelle der Familie Firrao war, wurde im 19. Jahrhundert dank dem Kardinal Firrao, der Leichnam der Santa Aurelia Marcia gebracht, die am ersten Septembersonntag gefeiert wird und eine wichtige Pilgerstätte Kalabriens ist. In der Kirche von San Giuseppe werden den Körper der Santa Aurelia in einer Katakombe mit Fensterscheibe im frühchristlichen Stil und das wunderschöne Gemälde von San Gennaro in Estasi, das auf den tugendhaften P. Novelli und dem Realismus der Dichtung des Vaccaros zuzuschreiben ist. Die Kirche der SS. Mariä Geburt besitzt eine arabische Kuppel, die mit großer Wahrscheinlichkeit vor der Kirchenweihung, ein muslimischer Tempel war. In der Mutterkirche wird das Gemälde der Madonna del Rosario aus dem neapolitanischen 18. Jahrhundert aufbewahrt, während in derjenigen der Petrine man ein raffiniertes Werk des Manierismus, das eine Fuga in Egitto darstellt, vorfindet. Andere bemerkenswerte Bilder und Werke, die sich in allen weiteren Kirchen des Territoriums von Luzzi verstreut sind.

Besonders interessant sind die Überreste der großen klösterlich-religiösen Anlage der Abtei von Santa Maria der Sambucina, die rund um die Hälfte des zwölften Jahrhunderts gegründet wurde und bald ein Stammhaus des Klosterordens der Cistercense und zum Prototyp der gotisch-spitzbogigen Architektur Süditaliens wurde. Im Mittelalter, der Blütezeit der Ortschaft, wurden vornehme Persönlichkeiten wie Gioacchino da Fiore, der Theologe Pietro Lombardo und der berühmte Glossator Francesco Accursio hier empfangen. Die Abtei gehört zu den religiösen Kulturschätzen Kalabriens. Innerhalb des Baus kann man die Fresken der Madonna col Bambino des 1501, l'Assunta in Gloria mit den zwölf Aposteln und außerdem das Lactatio Sancti Bernardi des 1896 von Basile bewundern.



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